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Hinterrad wechseln

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dirkbanze
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Hinterrad wechseln

Beitrag von dirkbanze » 27. Mai 2019, 00:01

Die De-/ Montage des Hinterrades erscheint im ersten Moment ziemlich kompliziert, da das Rad an der Hinterradschwinge sitzt und der Auspuff sowie der Bremssattel demontiert werden müssen. Für einen geübten Schrauber ist das ganze nach meinen eigenen Erfahrungen in gut 45 Min. erledigt. Es ist allerdings eine entsprechende Hebevorrichtung notwendig um die Arbeiten durchführen zu können.

Arbeitsgänge:

1. Hinterradachsmutter lösen (noch nicht abschrauben).

2. Evtl. vor dem Aufbocken die Schrauben der weiteren Arbeitsschritte lockern, da sie teilweise sehr fest angezogen sind.
3. C1 aufbocken und gegen umkippen sichern !! z. B. am Dach des C1 mit einem Seil oder Gurt an der Garagendecke befestigen, damit er im ”Falle” eines Falles hierdurch gesichert ist.
4. Demontage der rechten Inspektionsverkleidung um
5. den Stecker der Lambdasonde aus Halteclip (liegt hinter der Alustrebe) zu ziehen. Stecker anschließend auseinander ziehen.
6. Auspuff einschl. Halter demontieren (die Auspuffblende bleibt dran). Zuerst die beiden Kupfermuttern am Zylinderkopf abschrauben dann die beiden hinteren Befestigungsschrauben an der Hilfsschwinge und zum Schluß die obere Befestigungs-schraube an der Hilfsschwinge.
7. Auspuffdichtung im Zylinderkopf entfernen.
8. Ölsammelschlauch ausclipsen.
9. Bei Fahrzeugen mit ABS: Kabelbinder Anschlussleitung des ABS Sensor an der Hilfsschwinge lösen.
10. Den Stoßdämpfer rechts unten lösen und hochbinden.
11. Optional: Bei C1 mit Geräuschpaket ist nun die Generator Abdeckung (Lichtmaschine) abzunehmen um an die darunter liegende obere Befestigungsschraube der Hilfsschwinge zu gelangen. Dieser Deckel ist von hinten mit Dämmaterial beschichtet. Dieser Dämmstoff klebt oft fest auf der Lichtmaschine und muß dann mit entsprechendem Hebel und Kraftaufwandgelöst werden. Montage des Deckels ist unter Geräuschpaket 2 beschrieben.
12. Befestigungen der Hilfschwinge lösen und Hilfsschwinge abbauen.
13. Felge im Bereich des Bremssattels abkleben um Beschädigungen beim demontieren des Bremssattels zu vermeiden.
14. Bremsbeläge/Kolben ganz zurückdrücken in dem der Bremssattel auf die Bremsscheibe gekippt/gedrückt wird.
15. Achsmutter abschrauben und Rad nach vorne ziehen bis der Bremssattelhalter mit dem Bremssattel von der Achse genommen werden kann.
16. Bremssattel mit Träger abnehmen und aufhängen. Nicht an der Bremsleitung und ABS Sensorleitung nach unten baumeln lassen! (Bremse in diesem Zusand nicht betätigen!)
17. Distanzhülse abziehen und Rad vollständig abziehen.
Der Einbau geschieht in umgekehrter Reihenfolge. Achtung, auf richtigen Sitz der Distanzhülse achten (Bund nach innen!) und die Achse leicht einfetten, damit das nächste Mal auch das Rad wieder leicht herunter geht. Damit die Bremsklötze nach der Montage des Bremssattels wieder anliegen, ist die Bremse mehrfach zu betätigen, bis sich Druck aufbaut. Zu beachten ist noch, daß die M10 Schraube zur Befestigung der Hilfsschwinge mit Loctite gesichert werden sollte. Die Auspuffdichtung und die Hinterradachsmutter sind zu erneuerern. Bei der Hinterradachs-mutter handelt es sich um eine selbstsichernde Mutter, die nur einmal(!!) benutzt werden darf. Diese Mutter dreht sich auf der Achse am Lager und kann sich lösen, wenn die Sicherung nicht einwandfrei hält. Was das bedeutet, kann sich sicher jeder ausmalen. Die ca. EUR 11,- zu sparen kann mit einem Totalschaden für Fahrer und Maschine enden.

Benötigte Teile:

1 Achsmutter 36 31 7 657 904 EUR 7,69 (04/2003)
1 Auspuffdichtung 07 11 9 963 463 EUR 1,09 (04/2003
Drehmomente:

Achsmutter 130 Nm
Schraube Auspuffhalter (M10) 60 Nm
Schrauben Auspuffhalter (M8) 21 Nm
Stoßdämpferschraube 21 Nm
Muttern Auspuff am Zylinderkopf 15 Nm
Die Drehmomente, insbesondere der Achsmutter sollten unbedingt eingehalten werden.

Der Reifen hinten war zwar noch nicht abgefahren und hatte etwa 2 mm Restprofil. Die Laufleistung betrug zu diesem Zeitpunkt rund 5.000 km und der Reifen war immer noch für weitere 1.000 km gut. Trotzdem wollte ich unbedingt auf Brigdestone umrüsten, da diese in Testvergleichen in allen Disziplinen besser abgeschnitten hatten als der Michelin. Ich habe es nicht bereut. Das Fahrverhalten ist eindeutig besser. Insbesondere bei Nässe fährt er sich sehr gut und vermittelt ein gutes Fahrgefühl. Da aus Erfahrungsberichten auch das Verschleißverhalten erheblich besser sein soll, halte ich diesen Reifen für die richtige Wahl. Achtung immer darauf achten, daß auf beiden Achsen das gleiche Reifenfabrikat verwendet wird !!!

Luftdruck für Bridgestone H02RF 140/70 – 12 65L: 2,5 bar (volle Beladung)
2,2 bar (normal)
RadHi.jpeg
RadHi1.jpeg
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